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Erste Hilfe

Erste Hilfe für Angehörige und Partner

Was tun, wenn mein Kind, Partner, Freund Drogen nimmt? - Leider gibt es in diesem Fall keine allgemein gültige Richtlinie.

Sprechen Sie offen über Ihre Vermutungen, denn unter dem Deckmantel des Schweigens blühen die sonderbarsten Gewächse.
Versuchen Sie ruhig zu bleiben. Nicht jeder, der ins Wasser fällt, ertrinkt!
Noch mal, sprechen Sie offen über ihre Befürchtungen!


Nachfolgend ein paar Hinweise zum Umgang mit dem Thema *

Auffällige Verhaltensweisen und Veränderungen

Für einen beginnenden Rauschmittelkonsum gibt es keine eindeutigen Signale. Körperliche Auffälligkeiten wie gerötete Augen, Händezittern oder Schweißausbrüche können viele Ursachen haben. Sie sind isoliert betrachtet wenig aussagekräftig und sollten deshalb nicht überbewertet werden.

Veränderungen wie:
  1. Absinken der Leistungen
  2. Abbruch der Schule
  3. Perspektivlosigkeit in der Alltags- und Zukunftsgestaltung
  4. Rückzug in die Isolation
  5. Aufgabe von Interessen und Hobbys
  6. Übertriebene Unsicherheit
  7. Unselbständigkeit
  8. Stressanfälligkeit
  9. Übermäßige Unkonzentriertheit
  10. Aufgabe des Freundeskreises oder häufiger Wechsel des Freundeskreises
sind immer Hinweise auf eine Krise, aber nicht unbedingt auf eine Drogenabhängigkeit.

Handlungsmöglichkeiten

Es gibt keine Patentrezepte, aber wichtige Schritte bei einer Vermutung von Suchtproblemen:

Trennen Sie Tatsachen und Fakten von Befürchtungen und Vermutungen

Und beschäftigen Sie sich mit dem Thema!

Hier einige Anregungen:
  1. Was ist Ihr Ziel, was können und wollen Sie erreichen?
  2. Wie steht es mit Ihrer eigenen Betroffenheit?
  3. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Veränderungen, die im Verhalten, bei den Leistungen, in den sozialen Beziehungen und auf der körperlichen Ebene zu beobachten sind!
  4. Sprechen Sie mit der oder dem Betroffenen und konfrontieren Sie sie oder ihn mit Ihren Beobachtungen auf emotional integrierbare Art und Weise!
  5. Treffen Sie keine Entscheidungen für die oder den Betroffenen! Schlagen Sie vor, was Sie für nötig halten (z. B. eine Beratungsstelle aufzusuchen), und geben Sie die nötigen Informationen!
  6. Treffen Sie klare Vereinbarungen darüber, was sich wie und bis wann am Verhalten, z.B. an den schulischen Leistungen ändern muss!
  7. Formulieren Sie möglichst klar die Konsequenzen (nicht Strafen), die Verstöße gegen Abmachungen und Regeln haben werden!
  8. Weisen Sie darauf hin, dass Sie im Falle einer Gefährdung Dritter den Schulleiter informieren müssen.
  9. Wenn Sie unsicher werden, holen Sie sich Unterstützung und nutzen Sie Hilfsmöglichkeiten. Z. B. bei Drug-Stop

Nicht zuletzt zum Schmunzeln oder Nachdenken

Wie Sie Ihre Kinder ermutigen können, Drogen zu nehmen

Setzen Sie sich niemals als Familie zusammen.
  1. Vermeiden Sie familiäre Traditionen, die sich wöchentlich, monatlich oder jährlich wiederholen, auf die sich ihre Kinder freuen könnten.
  2. Hören Sie ihren Kindern niemals zu - sprechen Sie über sie , aber nicht mit Ihnen.
  3. Lassen Sie ihre Kinder keine Erfahrungen mit Kälte, Müdigkeit, Abenteuer, Kränkungen, Risiken, Herausforderungen, Experimenten, Fehlern, Schwierigkeiten usw. machen.
  4. Warnen Sie Ihre Kinder vor den Gefahren illegaler Drogen , während Sie exzessiv rauchen und trinken.
  5. Geben Sie ihren Kindern keine geistigen Anregungen; betonen sie statt dessen religiöse Rituale, das äußerliche Erscheinungsbild und den Buchstaben des Gesetzes.
  6. Wenn Sie vor der Frage stehen, ob Sie ihre Zeit und ihr Geld entweder in eine materielle Sache oder eine familiäre Aktivität investieren sollten, wählen Sie immer die materielle Sache.
  7. Erzählen Sie in Anwesenheit ihrer Kinder anderen, welche großartigen Sachen ihre Kleinen vollbringen - erwarten Sie von ihnen, dass sie immer gewinnen.
  8. Zeigen Sie ihren Kindern, dass Sie “kleinere“ Regeln und Gesetze ihres Landes nicht beachten brauchen, weil es ohnehin keiner merkt.
  9. Korrigieren sie nicht das Verhalten ihres Kindes in geeigneter Weise, aber schützen Sie sie vor den gesetzlichen Folgen, vor Folgen in der Schule und im Freundeskreis unter dem Motto: Mein Kind würde so etwas nie tun!
  10. Untergraben Sie die Rolle des Ehepartners in der Familie - lassen Sie ihn oder sie keinen Einfluss gewinnen. Halten Sie mit den Kindern um der Kinder willen zusammen.
  11. Besuchen Sie wegen jeder Kleinigkeit den Arzt.
  12. Kümmern sie sich um alle Angelegenheiten ihrer Kinder, lassen Sie sie niemals eigene Verantwortung übernehmen.
  13. Lösen Sie die Probleme ihrer Kinder – treffen Sie für sie die Entscheidungen.
* Text in Anlehnung an den Flyer der Koordinationsstelle Suchtprävention der Stadt Nürnberg
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